Auf dem Weg zur ADAC Rallye Sachsen

Nico und ich sind auf dem Weg nach Zwickau und werden im Shakedown zum ersten Mal seit unserem Unfall wieder gemeinsam im Adam sitzen. Trotz der  Mischung aus Vorfreude und Anspannung bin ich motiviert, mein Können unter Beweis zu stellen. Mir ist es wichtig zu zeigen, daß ich die Zeit genutzt habe, um dazuzulernen und mich mit dem Volvo auszuprobieren. Es gilt, uns erst wieder an das Auto und an die Geschwindigkeit zu gewöhnen um dann zuverlässig gute und schnelle Zeiten zu fahren. Sowohl mein Team als auch der Adam sind in Topform, dafür danke ich meiner Familie, Nico und Familie, Guido mit Anne und besonders Denis Schüßler mit Familie.

Ich hoffe, wir sehen uns am Wochenende. Ich freue mich auf Euch.

Grüße Nick

2019 – 5 Monate unerwartet wertvoll !

2019 ist Dank Jochen Walther sehr wertvoll für mich, weil ich durch den Aufbau des Volvo sehr viel gelernt habe. Dies beziehe ich nicht nur auf die reine Technik, sondern es hat mich in persönlicher Hinsicht sehr viel weiter gebracht. Jochen hat mich erst auf den Volvo gebracht und mich mit Rat und Tat begleitet. Noch vor meinem ersten Start, mit Bekanntgabe unserer Saisonplanung habe ich viele neue und ebenfalls wichtige Kontakte geknüpft. Werner Löseke, der uns sein Auto zum Saisonauftakt zur Verfügung stellte, als meiner noch nicht aufgebaut war. Jeffrey Wiesner, Patrick Rodewald und besonders Henner, der den ersten Saisonteil ganz klar gerettet hat.

Die knapp 300 WP Kilometer, darunter die erste Schotterrallye, sind ebenfalls in meiner Entwicklung unheimlich wichtig. Nicht nur das Wetter hat Nico & mich gefordert, sondern auch der enge Terminplan der Rallyes war nicht ohne. Der Motorschaden auf der Buten ´n Binnen war eine weitere Herausforderung. Auch der Volvo braucht jetzt eine Regenerationsphase damit es im August wieder frisch im HJS-DRC weitergehen kann.

Wir überlegen momentan, ob die Gruppe G mit dem Volvo für uns die richtige ist. Nico und ich sind uns noch nicht ganz klar, ob wir auch nach der Sommerpause noch in dieser Wertungsgruppe starten wollen. Die hohe Startnummer ist sicherlich das eine, die Motorleistung und am Ende die Vergleichbarkeit das andere. Trotzdem war der Weg richtig.

Die Pause im HJS-DRC Junior Cup nutze ich um meine Erfahrungen in einem modernen Rallyeauto weiter auszubauen. Wir starten mit der ADAC Rallye Sachsen in den ADAC Rallye Cup. Damit beginnt die zweite Phase dieser Saison, in der ich zeigen möchte wie meine Entwicklung voran geht. Das Auto ist der ADAM aus dem letzten Jahr, der von Horst Rotter über den Winter wieder aufgebaut wurde. Momentan wartet er bei uns auf seinen finalen Check vor dem ersten Einsatz.

Wir freuen uns tierisch drauf, weil wir mit wirklich guten Erfahrungen und Ergebnissen in den Cup einsteigen können. Ein Fakt, den ich mir vor 5 Monaten so nicht habe vorstellen können.

Ein großes Lob an mein gesamtes Team, dank Euch bin ich da wo ich jetzt bin.

Ich freue mich auf alles was noch kommt.

Euer Nick

 

Mit einem 2. Platz in die HJS-DRC Sommerpause

Die diesjährige Rallye Gollert wurde überschattet von dem Unfall von Marcel Schuhej und Leonie Kraft auf der WP 3, direkt nach dem ersten Regrouping. Ich möchte meinen Bericht heute auch aus diesem Grund kurz halten. Für die nächste Woche plane ich einen Rückblick der ca. 300 WP KM, die wir in diesem Jahr gefahren sind und eine Vorschau auf die kommenden Rallyes im AUDEX Opel Adam.

Zur Gollert – Vor der WP3 wurden wir per Alternativroute im Bordbuch direkt zur WP4 geleitet und haben die Rallye mit der WP 4 fortgesetzt. Für WP 3 bekamen wir eine faire Zeit errechnet. Das Wetter, was ja für jeden Teilnehmer gleich ist, spielte schon sehr verrückt. Ostern in Tiefenbach noch mit Temperaturproblemen zu kämpfen gehabt, schneit es in Thüringen…

Bei der Reifenwahl haben uns dazu entschieden, komplett mit Regenreifen zu fahren. Von der Werra Meißner und der Kempenich wussten wir, dass die Reifen auch noch bei kalt/feuchten Bedingungen funktionieren. Nach ein paar Schauern zwischendurch hat auf der WP 6 der Joker dann doch noch gezogen. Da war es dann nass genug und wir konnten die WP mit 0,1 Sekunden vor Marius Deußing und Sascha Köth in ihrem Golf gewinnen. Immerhin 12,40 Kilometer war die WP lang und durchweg nass. Damit bin ich sehr zufrieden. Bis dahin haben wir den Abstand pro WP Kilometer von 3 Sekunden auf knapp 1 Sekunde auf ihn verkürzen können.

Die Rallye Gollert war mit ihren schnellen Prüfungen eine Reise wert. Der Zeitplan wurde trotz Unfall gut eingehalten, und es war für Nico und mich auch eine gute Vorbereitung für die Wartburg Rallye. Die WP Gollert als Klassiker dabei und jetzt geht es bis Anfang August in die HJS-DRC Pause. Sowohl in Region Süd, als auch in der Region Nord.

Zeit also, dass wir uns auf die Läufe im ADAC Rallye Cup vorbereiten und die Pause somit gut nutzen werden.

Euer Nick