Mein Rückblick auf die ADAC Rallye Stemwede

Es war ein Wochenende für uns, wie es schöner nicht hätte sein können.

Der Donnerstag begann mit dem Shakedown. Knappe 4 Km, eine WP aus dem letzten Jahr. Es waren nur 20 Autos am Start, was ich erstmal gut fand. 6 Mal konnte ich fahren und hatte zwischendurch genug Zeit um mich in Ruhe zu sammeln. Zur Rallye Sachsen konnten wir nur 2 mal fahren. Die letzte Runde bin ich 9 Sekunden schneller gefahren als beim ersten Mal. Die Erkenntnis daraus ? Der Eindruck von der Glück-Auf-Brücke in Zwickau hat sich bestätigt, die Umgewöhnung vom Volvo auf den Adam ist nicht ohne.

Der Freitag war ein langer Tag. Von Morgens früh – die Prüfungen in Minden abfahren – bis Abends 23:00 Uhr im Bett. Die beiden Prüfungen waren sehr gut, besser und deutlich anspruchsvoller als ich beim Recce noch gedacht habe. Je zwei 7. und 8. Zeiten haben Nico & ich uns notieren lassen. Auf der letzten Prüfung habe ich leider Zeit liegen lassen, was am Ende unseren Abstand in der Platzierung von einer Sekunde auf 15 Sekunden erhöht hat.  Es brachte uns auf Platz 8 in der ADAC Rallye Cup Klasse.

Wie war der Samstag ? Vielleicht hast Du die Zeiten im znts verfolgen können. Der Samstag lief nahezu perfekt für uns. Auf WP 7, der 3. Prüfung des Tages haben wir unsere erste Top 3 Zeit eingefahren und auf WP 10 dann nochmal eine. Du kannst Dir nicht vorstellen wie sich das anfühlt… im Cup !! Im letzten Service, vor den letzten beiden Prüfungen haben wir Joker-Reifen nachnominiert und aufgezogen. Auf dem Rundkurs WP 13 konnte ich den Vorteil nicht umsetzen. Mein Rückstand auf Sebastian Johansson wuchs von 4,8 Sekunden nach WP12 auf 7,9 Sekunden nach WP13. Auf diese 8 Sekunden wollte ich auf der abschließenden Powerstage angreifen. 10 Sekunden bin ich dort in der WP schneller gewesen, als im ersten Durchlauf. Im Ziel konnten Nico und ich es kaum fassen, es hat alles zusammengepasst und es hat unglaublich Spaß gemacht. Unser Team stand wie immer hinter dem Ziel der letzten Prüfung und als auf znts die 2. WP Zeit für uns auftauchte, haben wir uns in den Armen gelegen. Ein unglaubliches Gefühl. Ich bin so stolz auf mein Team, was für ein Wochenende.

Schade, das jetzt erstmal Sommerpause ist. Na ja, fast Sommerpause.  Mitte Juli dürfen wir zur Sichtung der HJS-DRC Junior Wertung zum Sachsenring. Das wird auch ein sehr wichtiges Wochenende für uns, also doch wie Rallye.

Viele Grüße

Euer Nick

Ein großes Dankeschön

Es war ein traumhaftes Rallye-Wochenende für uns. Wir müssen wirklich noch vieles sacken lassen und daher wird mein ausführlicher Bericht vom Wochenende noch ein paar Tage dauern.

Ich möchte mich heute im Namen unseres Teams bei allen bedanken, die uns in den beiden Tagen unterstützt und angefeuert haben. Bei denen, die extra zu uns in den Service gekommen sind, um uns Glück zu wünschen. Vielen vielen Dank.

An mein Serviceteam, die vom Shakedown bis zur Zielrampe einen super Job gemacht haben, geht ein Danke und noch ein besonderes an Anne für die sensationelle Reispfanne. Wenn die mal nicht der Schlüssel zur letzten WP war  

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.

Grüße

Nick

ADAC Rallye Stemweder Berg – Unser Heimspiel

Bevor ich mit einem kurzen Vorbericht starte, komme ich doch noch einmal auf die Rallye Sachsen zurück. Wir sind nur die WP Glück Auf Brücke gefahren.  Wer uns dort gesehen hat, konnte vielleicht sehen, dass der Adam etwas Probleme mit dem Rundlauf hatte. Der Motor ist uns zwischen ZK und Start ausgegangen und nur mit viel Glück wieder angesprungen. Den Fehler haben wir schnell gefunden, ein Bruch im Kabelbaum. Jetzt läuft wieder alles rund und wir werden mit dem  Shakedown am Donnerstag in die Rallye Stemweder Berg einsteigen. Der Shakedown wird uns sicher nicht die fehlenden WP Kilometer ersetzen können, aber ich habe auf der kurzen WP in Zwickau schon gemerkt, das die Bremspunkte noch nicht so optimal passen. Daher auch die Entscheidung zum Shakedown.

Jetzt aber zu meiner Vorfreude. Wie Du weißt, bin ich in Bad Oeynhausen geboren und daher ist diese Rallye meine Heimveranstaltung. Seit die Rallye aus Levern in Richtung Wiehengebirge gezogen ist, läuft sie direkt vor meiner Haustür. Unglaublich für mich, weil es sich wie Zuhause anfühlt. Familie und Freunde werden da sein und ich kann ihnen zeigen warum unser Sport soviel Spaß macht. Das Cup Feld ist gut gefüllt und wir werden einen harten Wettbewerb haben.

Mehr möchte ich heute nicht dazu schreiben, wir sehen uns am Service oder an der Strecke. Ich freue mich auf die – Stemwede.

Grüße Nick

Neue Autogrammkarten: Danke 2Print

Nun ist es nur noch eine Woche bis zum Start der ADAC Rallye Stemweder Berg, und es gibt passend dazu eine kleine Neuigkeit von meiner Seite.

Diese Woche habe ich mich an den PC gesetzt und habe uns mit den Bildern von Sascha Dörrenbächer eine Autogrammkarte erstellt. Das Ergebnis hat allen im Team gut gefallen und wir haben uns Gedanken dazu gemacht wer sie uns am besten drucken kann. Nico hatte die Idee, dass wir doch versuchen können eine Firma aus seiner Heimat  – Ruhla – von unserem Vorhaben zu überzeugen. Als Gegenleistung dazu natürlich etwas Werbung.  2Print war sofort dabei und ich freue mich wieder riesig einen neuen Unterstützer an meiner Seite zu haben. Dankeschön 🙂

 

Traurige Rückblende

Seit gestern sind wir zurück aus Zwickau. Der tödliche Unfall unserer beiden Rallye-Kollegen hat uns tief getroffen. In Gedanken sind wir bei den Familien. Unser Sport ist und bleibt eine Gratwanderung, der wir uns immer bewusst sein müssen.

Euer Nick & Team

Auf dem Weg zur ADAC Rallye Sachsen

Nico und ich sind auf dem Weg nach Zwickau und werden im Shakedown zum ersten Mal seit unserem Unfall wieder gemeinsam im Adam sitzen. Trotz der  Mischung aus Vorfreude und Anspannung bin ich motiviert, mein Können unter Beweis zu stellen. Mir ist es wichtig zu zeigen, daß ich die Zeit genutzt habe, um dazuzulernen und mich mit dem Volvo auszuprobieren. Es gilt, uns erst wieder an das Auto und an die Geschwindigkeit zu gewöhnen um dann zuverlässig gute und schnelle Zeiten zu fahren. Sowohl mein Team als auch der Adam sind in Topform, dafür danke ich meiner Familie, Nico und Familie, Guido mit Anne und besonders Denis Schüßler mit Familie.

Ich hoffe, wir sehen uns am Wochenende. Ich freue mich auf Euch.

Grüße Nick

2019 – 5 Monate unerwartet wertvoll !

2019 ist Dank Jochen Walther sehr wertvoll für mich, weil ich durch den Aufbau des Volvo sehr viel gelernt habe. Dies beziehe ich nicht nur auf die reine Technik, sondern es hat mich in persönlicher Hinsicht sehr viel weiter gebracht. Jochen hat mich erst auf den Volvo gebracht und mich mit Rat und Tat begleitet. Noch vor meinem ersten Start, mit Bekanntgabe unserer Saisonplanung habe ich viele neue und ebenfalls wichtige Kontakte geknüpft. Werner Löseke, der uns sein Auto zum Saisonauftakt zur Verfügung stellte, als meiner noch nicht aufgebaut war. Jeffrey Wiesner, Patrick Rodewald und besonders Henner, der den ersten Saisonteil ganz klar gerettet hat.

Die knapp 300 WP Kilometer, darunter die erste Schotterrallye, sind ebenfalls in meiner Entwicklung unheimlich wichtig. Nicht nur das Wetter hat Nico & mich gefordert, sondern auch der enge Terminplan der Rallyes war nicht ohne. Der Motorschaden auf der Buten ´n Binnen war eine weitere Herausforderung. Auch der Volvo braucht jetzt eine Regenerationsphase damit es im August wieder frisch im HJS-DRC weitergehen kann.

Wir überlegen momentan, ob die Gruppe G mit dem Volvo für uns die richtige ist. Nico und ich sind uns noch nicht ganz klar, ob wir auch nach der Sommerpause noch in dieser Wertungsgruppe starten wollen. Die hohe Startnummer ist sicherlich das eine, die Motorleistung und am Ende die Vergleichbarkeit das andere. Trotzdem war der Weg richtig.

Die Pause im HJS-DRC Junior Cup nutze ich um meine Erfahrungen in einem modernen Rallyeauto weiter auszubauen. Wir starten mit der ADAC Rallye Sachsen in den ADAC Rallye Cup. Damit beginnt die zweite Phase dieser Saison, in der ich zeigen möchte wie meine Entwicklung voran geht. Das Auto ist der ADAM aus dem letzten Jahr, der von Horst Rotter über den Winter wieder aufgebaut wurde. Momentan wartet er bei uns auf seinen finalen Check vor dem ersten Einsatz.

Wir freuen uns tierisch drauf, weil wir mit wirklich guten Erfahrungen und Ergebnissen in den Cup einsteigen können. Ein Fakt, den ich mir vor 5 Monaten so nicht habe vorstellen können.

Ein großes Lob an mein gesamtes Team, dank Euch bin ich da wo ich jetzt bin.

Ich freue mich auf alles was noch kommt.

Euer Nick

 

Mit einem 2. Platz in die HJS-DRC Sommerpause

Die diesjährige Rallye Gollert wurde überschattet von dem Unfall von Marcel Schuhej und Leonie Kraft auf der WP 3, direkt nach dem ersten Regrouping. Ich möchte meinen Bericht heute auch aus diesem Grund kurz halten. Für die nächste Woche plane ich einen Rückblick der ca. 300 WP KM, die wir in diesem Jahr gefahren sind und eine Vorschau auf die kommenden Rallyes im AUDEX Opel Adam.

Zur Gollert – Vor der WP3 wurden wir per Alternativroute im Bordbuch direkt zur WP4 geleitet und haben die Rallye mit der WP 4 fortgesetzt. Für WP 3 bekamen wir eine faire Zeit errechnet. Das Wetter, was ja für jeden Teilnehmer gleich ist, spielte schon sehr verrückt. Ostern in Tiefenbach noch mit Temperaturproblemen zu kämpfen gehabt, schneit es in Thüringen…

Bei der Reifenwahl haben uns dazu entschieden, komplett mit Regenreifen zu fahren. Von der Werra Meißner und der Kempenich wussten wir, dass die Reifen auch noch bei kalt/feuchten Bedingungen funktionieren. Nach ein paar Schauern zwischendurch hat auf der WP 6 der Joker dann doch noch gezogen. Da war es dann nass genug und wir konnten die WP mit 0,1 Sekunden vor Marius Deußing und Sascha Köth in ihrem Golf gewinnen. Immerhin 12,40 Kilometer war die WP lang und durchweg nass. Damit bin ich sehr zufrieden. Bis dahin haben wir den Abstand pro WP Kilometer von 3 Sekunden auf knapp 1 Sekunde auf ihn verkürzen können.

Die Rallye Gollert war mit ihren schnellen Prüfungen eine Reise wert. Der Zeitplan wurde trotz Unfall gut eingehalten, und es war für Nico und mich auch eine gute Vorbereitung für die Wartburg Rallye. Die WP Gollert als Klassiker dabei und jetzt geht es bis Anfang August in die HJS-DRC Pause. Sowohl in Region Süd, als auch in der Region Nord.

Zeit also, dass wir uns auf die Läufe im ADAC Rallye Cup vorbereiten und die Pause somit gut nutzen werden.

Euer Nick

 

Erfolgreich aus Bayern zurück

Meine motorsportliche Woche ging am Ostersamstag mit einem Klassensieg zu Ende. Was für eine Woche! Nach der Schotterrallye in Nordhausen hat mein Vater den Volvo nach Tiefenbach gebracht und dort für die Osterrallye vorbereitet. Nico und ich sind am Karfreitag pünktlich zur Abnahme angereist. Unerwartet viele Bekannte  haben wir dort getroffen. Unser erster Kontakt war gleich Christina Fürst bei der Dokumentenabnahme. Durch den Audex Bulli haben uns auch einige erkannt und angesprochen. So wurde es gleich familiärer für uns im bayrischen Tiefenbach. Zur Rallye kann ich nur positives berichten. Eine sehr gut organisierte Rallye, mit traumhaften Prüfungen die wir als Startnummer 116 unter unsere PIRELLIs genommen haben. Das Wetter war top, vielleicht schon etwas zu warm für meine Reifen. Die bayrischen  Berge liegen dem Volvo nicht so gut wie der thüringische Schotter, soviel steht mal fest. Er hat mächtig gelitten auf den anspruchsvollen WPs. Nico und ich haben das Beste daraus gemacht und den Klassensieg mit nach Hause genommen. Darauf sind wir sehr stolz, denn einfach war es definitiv nicht. Das zeigt auch schon die hohe Ausfallquote. Ab WP 5 bekamen wir auch ein Hitzeproblem mit dem Kühlwasser durch einen undichten Heizungsregler. Das Kühlwasser lief in den Innenraum. Daher bin ich in WP5 & 6 etwas langsamer gefahren, um den Volvo heil ins Ziel zu bringen. Für uns hat die Rallye viel gebracht: Die Erfahrung auf dem ungewohnten bayrischen Asphalt und die besondere Charakteristik im Süden. In manchen Abschnitten musste ich selbst im gutmütigen Volvo die Backen fest zusammendrücken… OK, nur auf den bergab Passagen. Jetzt bekommt der Volvo eine ordentliche Durchsicht und dann geht es zur Gollert. In nur zwei Wochen.

Wird wieder gut . Dort geht es nicht ganz so hoch durch die Berge. 

Die Woche schreibe ich noch  einmal über beide Veranstaltungen in einem Bericht. Es waren viele Eindrücke und die Meisterschaften entwickeln sich ja langsam zu einem Bild.

Euer Nick

Meine erste Schotter-Rallye in Nordhausen

Letztes Wochenende bin ich meine erste Schotter-Rallye gefahren. 35 WP Kilometer unter mittlerweile vertrauten Wetterbedingungen: Regen, Schnee und Temperaturen bis max. 5 Grad. Als 6. Auto durfte ich auf die Strecke, was ich schon mal gut fand. Die Strecken waren noch nicht so stark ausgefahren. WP 1&4 waren mit ca. 10 schnellen Km sicherlich die anspruchsvollsten Abschnitte der Roland Rallye. Die kurzen WP 2&5 mit 100% Schotter machten dann schon Lust auf den Stadtrundkurs „Gehege“. Bisher für mich einer der spektakulärsten Stadtrundkurse. Ich habe die Tipps von Jeffrey Wiesner umgesetzt und bin vorne mit Schotterreifen und auf der Hinterachse mit Ganzjahresreifen gefahren. Einen Vergleich zu einer anderen Kombination habe ich natürlich nicht, bin sehr zufrieden, da das Fahrverhalten genauso war wie vorausgesagt. Danke nochmal an Jeffrey. Der Volvo lief top und auf Schotter ist er sehr gut zu fahren. Die Nachteile, die er auf Asphalt hat, sind auf Schotter überhaupt kein Thema. Das Auto macht Spaß, was Ihr hoffentlich sehen konntet. Ein paar Videos kannst Du einsehen, damit Du weißt was ich meine. Mit meinem Ergebnis und den Zeiten bin ich mehr als zufrieden. In WP 3 habe ich die Ausfahrt zum Ziel leicht unterschätzt und habe mich gedreht. Das hat mich ca. 20 Sekunden gekostet und mich geärgert. Die Prüfung lief so super und die Zeit hätte mich  wirklich interessiert. Dafür stand der Volvo ohne einen Kratzer im Ziel. Was ich Henner von der Panzerschmiede so versprochen habe. Sein Job war der Hammer, der Volvo lief einwandfrei. Mit meinem Beifahrer bin ich ebenfalls sehr zufrieden, auch mein Vater hat einen guten Job gemacht. Deckel auf meine erste Schotter-Rallye drauf. Wir sehen uns in Tiefenbach, der Volvo ist schon vor Ort.

Ich freue mich auf Bayern, auf neue Strecken und Herausforderungen auf dem bayrischen Asphalt.

Euer Nick

Bild von MM-Rallyemedia